
Die kurze Antwort zuerst: Ja, mit 70, 75 oder 80 findest du in der Schweiz noch jemanden, und zwar leichter, als die meisten denken. Online ist 60plusTreff die gezielteste Adresse, weil die Seite nur für Singles ab 60 gemacht ist und dank des Netzwerks der be2-Gruppe auch in kleineren Kantonen Vorschläge liefert. Offline sind es die Tanznachmittage, Wandergruppen und Kurse von Pro Senectute, die in den letzten Jahren stark gewachsen sind. Der Einstieg kostet in beiden Fällen nichts.
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Diese Seite ergänzt unsere Übersicht zur Partnersuche ab 60, in der wir fünf Plattformen mit Noten vergleichen. Hier geht es um das, was ab 70 anders ist: die Erwartungen, die Lebenssituation nach einem Verlust, die Technik und die Frage, wo es in diesem Alter überhaupt genug Menschen zum Kennenlernen gibt.
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Unsere Rangliste gilt für den Durchschnitt. Welche drei Plattformen für dich ganz oben stehen, hängt von deinem Alter, deinem Ziel und deinem Budget ab: Der Bestenliste-Finder sortiert 6 Plattformen aus unserem Vergleich in 30 Sekunden für dich neu.
Was Singles ab 70 wirklich suchen
Wer mit 40 eine Partnerin sucht, denkt an Familie, Wohnung, gemeinsame Zukunft. Mit 70 ist das Leben eingerichtet. Die Wohnung ist bezahlt oder gemütlich gemietet, der Freundeskreis steht, die Kinder sind aus dem Haus. Was fehlt, ist jemand für den Alltag: für das Gespräch am Abend, den Sonntagsausflug, die zwei Wochen am Meer, die man nicht gern allein verbringt. Viele Menschen über 70 nennen das offen so: Sie suchen Gesellschaft, eine Reisebegleitung oder einen Lebensabschnittspartner, und erst in zweiter Linie eine grosse Liebe. Wenn sie dann doch kommt, umso besser.
Dazu gehört ein Wohnmodell, das in dieser Generation häufiger ist als in jeder anderen: getrennte Wohnungen. Man ist ein Paar, verbringt Wochenenden und Ferien zusammen, behält aber die eigene Küche, den eigenen Rhythmus und die eigenen Bücherregale. Schreib das ruhig in dein Profil. Ein Satz wie „Ich suche keinen neuen Haushalt, sondern jemanden, mit dem ich den Donnerstagabend und die Sommerferien teilen kann“ erspart Missverständnisse und zieht genau die Menschen an, die dasselbe wollen.
Nach dem Verlust des Partners: wann ist der richtige Zeitpunkt?
Viele, die mit 70 wieder suchen, sind verwitwet. Der häufigste Satz, den wir in Erfahrungsberichten lesen, lautet: „Ich dachte, das darf ich nicht.“ Darf man. Trauer und ein neuer Mensch im Leben schliessen sich nicht aus, und niemand ersetzt den Partner von fünfzig Jahren. Es geht um ein neues Kapitel, nicht um eine Kopie des alten. Einen richtigen Zeitpunkt gibt es nicht, aber ein paar Anzeichen, dass du bereit bist: Du kannst vom verstorbenen Partner erzählen, ohne dass das Gespräch nur noch davon handelt. Du freust dich wieder auf Dinge. Und der Gedanke, mit jemandem zu reisen oder essen zu gehen, fühlt sich nach Vorfreude an und nicht nach Pflicht.
Ein praktischer Rat für das Profil: Erwähne kurz, dass du verwitwet bist, mehr nicht. Die Geschichte gehört ins erste oder zweite Gespräch.
Online: wo Singles ab 70 wirklich Mitglieder finden
Das grösste Problem der Partnersuche ab 70 ist nicht das Alter, sondern die Auswahl. Entscheidend sind drei Dinge: eine Mitgliederstruktur, die bei 60 beginnt, ein Persönlichkeitstest statt Swipen, und ein Profilpool, der auch ausserhalb von Zürich und Bern genug Menschen enthält. Das erfüllen in der Schweiz vor allem die Seiten der be2-Gruppe, die ihre Profile untereinander teilen.
| Plattform | Passt ab 70, wenn | Bedienung | Einstieg |
|---|---|---|---|
| 60plusTreff | du nur Menschen ab 60 sehen willst | Browser, kein App-Zwang | Test und Vorschläge gratis |
| Zusammen.ch | du am Tablet eine App möchtest und offen bist für Partner ab 55 | App und Browser | Test und Vorschläge gratis |
| be2 | du in der Romandie oder im Tessin wohnst oder mehr Auswahl brauchst | App und Browser, Altersfilter | Test und Vorschläge gratis |
| 50plus-Treff | du zuerst Freizeitkontakte und Reisegruppen suchst | Browser, Community | Anmeldung gratis |
60plusTreff ist die einzige Seite, die ausdrücklich bei 60 ansetzt. Die Erfahrungsberichte auf der Startseite stammen von Menschen bis Anfang 70, und niemand muss sich dort für sein Alter rechtfertigen. Der Persönlichkeitstest dauert eine halbe Stunde, danach kommen die Vorschläge mit Matching-Punkten, gratis. Für Nachrichten und Videoanrufe brauchst du Premium, ab CHF 59.90 pro Monat im Jahresabo. Alles Weitere steht im 60plusTreff Erfahrungsbericht.
Zusammen.ch nutzt denselben Test und denselben Profilpool, richtet sich aber an Singles ab 50. Für dich heisst das: etwas jüngeres Publikum, dafür eine App, die auf dem Tablet angenehm zu bedienen ist. Wer mit 70 offen ist für eine Partnerin oder einen Partner von 60, hat hier mehr Auswahl. Details im Zusammen.ch Test.
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be2 ist nicht auf ein Alter festgelegt, aber mit nahezu einer Million registrierten Nutzern (Angabe des Anbieters) die grösste Plattform der Gruppe, dreisprachig und in allen Landesteilen präsent. Mit dem Altersfilter grenzt du die Vorschläge auf 65 bis 80 ein. Gerade im Wallis, im Jura oder in Freiburg kann be2 den Ausschlag geben, weil die Senioren-Seiten dort dünner besetzt sind. Wie die Plattform funktioniert, zeigt der be2 Test, anmelden kannst du dich direkt bei be2.
50plus-Treff ist etwas anderes: weniger Partnerbörse, mehr Community mit Forum, Regionalgruppen, Reisen und Treffen. Wer mit 70 zuerst Menschen für Ausflüge sucht und sich den Rest offenlässt, ist hier richtig. Mehr dazu im 50plus-Treff Test.
Partnersuche ab 70 kostenlos: was ohne Abo geht
Viele suchen nach einer Partnersuche ab 70, die ganz kostenlos ist. Die ehrliche Antwort: Bei seriösen Anbietern ist der Einstieg gratis, das Gespräch nicht. Bei 60plusTreff, Zusammen.ch und be2 kostet die Anmeldung nichts, der Test nichts, und auch die Partnervorschläge siehst du ohne Zahlungsdaten. Du kannst Flirtfragen beantworten und ein „Herzklopfen“ schicken. Erst wenn ihr richtig schreiben oder per Video telefonieren wollt, brauchst du ein Abo, bei allen drei Seiten mit denselben Tarifen und einer Kündigungsfrist von 14 Tagen.
Das ist kein Nachteil: Ein Abo hält Leute fern, die nur spielen. Unser Rat: Melde dich gratis an, schau eine Woche lang, wie viele passende Vorschläge in deiner Region kommen, und entscheide dann. Lies beim Kauf den Gesamtbetrag für die ganze Laufzeit, nicht nur den Monatspreis, und notier dir das Ablaufdatum.
Technik: Tablet, grosse Schrift und Hilfe von den Enkeln

Die grösste Hürde ab 70 ist selten der Mut, sondern die Technik. Drei Dinge machen es leichter. Erstens das Tablet: Der Bildschirm ist grösser als beim Handy, die Tastatur bequemer, und die Websites der Partnerbörsen laufen darauf im Browser ohne Installation. 60plusTreff hat gar keine App, die Seite ist für den Browser gemacht. Zweitens die Schriftgrösse: In Safari oder Chrome vergrösserst du die Seite mit zwei Fingern oder über das Menü, bei iPad und Android-Tablets lässt sich die Schrift auch systemweit in den Einstellungen unter „Anzeige“ oder „Bedienungshilfen“ grösser stellen. Drittens die E-Mail-Benachrichtigung: Die Plattformen schicken dir eine Mail, wenn eine Nachricht kommt. Du musst also nicht ständig nachschauen.
Und dann sind da die Kinder und Enkel. Das Einrichten eines Dating-Profils ist für eine 16-jährige Enkelin eine Sache von zwanzig Minuten, und oft ein schöner gemeinsamer Nachmittag. Lass dir zeigen, wie du Fotos vom Handy hochlädst, wo der Login ist und wie der Videoanruf funktioniert. Den Text schreibst du selbst, in deinen Worten. Ein Nebeneffekt: Wer die Familie von Anfang an einbezieht, hat später jemanden, dem er ein verdächtiges Profil zeigen kann.
Offline: Pro Senectute, Tanznachmittage und Seniorenuni
Online und offline schliessen sich nicht aus, und ab 70 ist die Kombination oft der beste Weg. Die wichtigste Adresse in der Schweiz ist Pro Senectute mit über 100 Beratungsstellen und einem Kursprogramm in jedem Kanton. Besonders das Tanzen boomt: Laut einer Medienmitteilung von Pro Senectute Schweiz vom Mai 2026 nutzten 2023 rund 9'800 Personen die Tanzangebote, 2025 waren es bereits 13'300, ein Plus von 35 Prozent in zwei Jahren. Formate wie Line Dance, Paartanz, Tanznachmittage und Ü60-Discos legen am stärksten zu. Gut zu wissen für Männer: Nur rund ein Viertel der Tanzenden sind Männer, wer als Mann kommt, ist also gefragt.
- Tanznachmittage von Pro Senectute, oft monatlich im Gemeindesaal oder Hotel, Eintritt meist um CHF 10. Man kommt allein und tanzt mit wechselnden Partnern, das nimmt den Druck.
- Wandergruppen und Nordic Walking, meist nach Tempo gestaffelt, mit Kaffee am Schluss. Dort entstehen Gespräche von selbst.
- Seniorenuniversität in Zürich, Bern, Basel, Luzern und weiteren Städten: Vorlesungen für alle ab 60 ohne Matura, danach Austausch im Foyer.
- Mittagstische und Kochkurse, die viele Gemeinden und Kirchgemeinden anbieten. Regelmässigkeit ist hier der Schlüssel: Man sieht sich jede Woche.
- Freiwilligenarbeit im Museum, in der Bibliothek, beim Besuchsdienst. Wer sich engagiert, trifft Menschen mit ähnlichen Werten.
Der Vorteil dieser Orte: Nähe entsteht ohne Erwartungsdruck. Der Nachteil: Ob jemand frei ist, erfährt man nicht auf den ersten Blick. Eine Partnerbörse beantwortet diese Frage sofort.
Partnersuche ab 75 und 80: geht das noch?
Ja, und sie läuft nach denselben Regeln, mit zwei Unterschieden. Erstens wird die Auswahl kleiner, deshalb lohnt sich ab 75 die Kombination aus 60plusTreff und be2 mit Altersfilter, damit genug Vorschläge zusammenkommen. Zweitens rückt die Gesundheit in den Vordergrund, und das darf man ansprechen. „Ich gehe am Stock, aber gern spazieren“ ist ein ehrlicher Satz, der niemanden abschreckt, der selbst 78 ist. Die Themen verschieben sich: weniger Fernreisen, mehr Konzerte, Spaziergänge am See, gemeinsames Kochen.
Sicher bleiben: Love-Scam zielt auf genau dein Alter
Betrüger suchen gezielt alleinstehende Menschen über 70, weil sie Zeit, Vertrauen und Ersparnisse vermuten. Das Muster ist immer gleich: ein zu schönes Foto, ein Beruf im Ausland, Liebeserklärungen nach wenigen Tagen, der Wunsch, auf WhatsApp zu wechseln, und irgendwann eine Notlage, die nur Geld lösen kann. Drei Regeln reichen, um dich zu schützen: nie Geld an jemanden überweisen, den du nicht persönlich getroffen hast; im Chat der Plattform bleiben, bis ihr euch per Video gesehen habt; und mit einer Vertrauensperson sprechen, sobald sich etwas komisch anfühlt. Die Warnzeichen im Detail und die Bilder-Rückwärtssuche erklärt unser Ratgeber Fake-Profile erkennen.
Das Profil mit 70: drei ehrliche Sätze reichen
Du brauchst keine Werbetexte. Ein aktuelles Foto bei Tageslicht, auf dem man dein Gesicht gut sieht, ein zweites bei etwas, das du gern machst, und drei Sätze: wer du bist, was du gern tust, was du suchst. „Pensionierte Lehrerin aus dem Aargau, jasse dienstags, wandere gern im Mittelland und suche jemanden für Ausflüge und Gespräche, gern auch mehr.“ Mehr muss nicht sein. Ob du siezt oder duzt, entscheidest du. Auf Seiten für Ältere ist das „Sie“ zum Einstieg verbreitet und wird geschätzt. Und wenn es zum Treffen kommt: tagsüber, an einem öffentlichen Ort, am besten zum Kaffee. Unsere Tipps fürs erste Date helfen, entspannt hinzugehen. Welche Plattform insgesamt am besten abschneidet, zeigt unser Vergleich der Singlebörsen in der Schweiz.
60plusTreff jetzt kostenlos testenHäufige Fragen zur Partnersuche ab 70
Kann man mit 70 noch einen Partner finden?
Ja. Die Auswahl ist kleiner als mit 50, dafür wissen die meisten genau, was sie wollen. Spezialisierte Seiten wie 60plusTreff und Angebote von Pro Senectute machen den Unterschied.
Welche Partnerbörse ist die beste ab 70 in der Schweiz?
60plusTreff, weil die Seite nur für Singles ab 60 gemacht ist und den Profilpool der be2-Gruppe nutzt. Für mehr Auswahl ergänzt du sie mit be2 und Altersfilter, für Freizeitkontakte mit 50plus-Treff.
Gibt es eine Partnersuche ab 70, die kostenlos ist?
Der Einstieg ja: Anmeldung, Persönlichkeitstest und Vorschläge kosten bei 60plusTreff, Zusammen.ch und be2 nichts. Für Nachrichten brauchst du ein Abo, ab CHF 59.90 pro Monat im Jahresabo.
Brauche ich eine App?
Nein. 60plusTreff läuft im Browser auf Computer, Tablet und Handy. Zusammen.ch und be2 haben zusätzlich Apps, die Websites funktionieren aber genauso.
Wo lerne ich mit 70 Leute kennen, ohne Internet?
Bei Tanznachmittagen, Wandergruppen und Kursen von Pro Senectute, an der Seniorenuniversität, an Mittagstischen der Gemeinde und in der Freiwilligenarbeit.
Wie schütze ich mich vor Heiratsschwindlern?
Nie Geld an Internetbekanntschaften, im Chat der Plattform bleiben, früh einen Videoanruf vorschlagen und bei Zweifeln mit der Familie sprechen.
Suchen Menschen über 70 noch eine feste Beziehung?
Viele ja, oft aber mit getrennten Wohnungen. Andere suchen Gesellschaft für Ausflüge und Reisen. Beides ist auf den Plattformen für Ältere üblich, schreib einfach offen, was du dir wünschst.
Welche Dating-Seite ist die beste für mich?
Die eine beste Seite für alle gibt es nicht. Unsere Reihenfolge gilt für den Durchschnitt; für dich zählen Alter, Ziel (feste Beziehung oder lockere Treffen), Budget und ob du lieber Vorschläge bekommst oder selbst suchst. Der Bestenliste-Finder auf dieser Seite sortiert die Plattformen nach deinen Antworten.