
Wer nach dem Verlust des Partners oder der Partnerin wieder an Nähe denkt, trägt oft zwei Gefühle gleichzeitig: Sehnsucht nach Gesellschaft und das leise Gefühl, jemanden zu verraten. Beides ist normal, und beides schliesst eine neue Beziehung nicht aus. Es gibt keinen Zeitplan, der dir sagt, wann du «dürfen» darfst. Es gibt nur dein eigenes Tempo. Online findest du dafür einen geschützten Rahmen: Auf Zusammen.ch und 60plusTreff sind viele Mitglieder selbst verwitwet oder geschieden und wissen, wie sich ein Neuanfang nach vielen gemeinsamen Jahren anfühlt. Für jüngere Verwitwete und für die Romandie oder das Tessin ist be2 die breitere Wahl. Bei allen drei ist der Einstieg gratis: Du machst den Persönlichkeitstest, siehst deine Vorschläge und entscheidest erst dann, ob du schreiben möchtest.
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Bestenliste-Finder · 5 Fragen
Deine persönliche Top 3
Unsere Rangliste gilt für den Durchschnitt. Welche drei Plattformen für dich ganz oben stehen, hängt von deinem Alter, deinem Ziel und deinem Budget ab: Der Bestenliste-Finder sortiert 6 Plattformen aus unserem Vergleich in 30 Sekunden für dich neu.
Wann bin ich bereit für eine neue Partnerschaft?
Die ehrliche Antwort: Das weiss niemand ausser dir, und auch du weisst es vielleicht erst, wenn du es ausprobierst. Das vielzitierte Trauerjahr ist eine gesellschaftliche Konvention, kein Massstab für dein Herz. Manche spüren nach einem halben Jahr den Wunsch nach einem Gegenüber, andere brauchen fünf Jahre, und beides ist in Ordnung. Trauer verläuft nicht in einer Linie, sondern in Wellen. Es kann sein, dass du dich an einem Tag bereit fühlst und am nächsten nicht. Das heisst nicht, dass du einen Fehler machst, sondern dass du lebst.
Ein paar Zeichen, die viele Verwitwete als Wendepunkt beschreiben:
- Du kannst über deinen verstorbenen Partner sprechen, auch lächelnd, ohne dass dich die Trauer jedes Mal überrollt.
- Du wünschst dir Gesellschaft, nicht nur, um die Stille zu füllen, sondern weil du neugierig auf einen Menschen bist.
- Du hast wieder eigene Pläne: eine Reise, einen Kurs, ein Projekt im Garten. Das Leben hat sich einen Platz zurückgeholt.
- Der Gedanke an ein Treffen macht dich eher nervös als traurig.
Und wenn du dich anmeldest und nach zwei Wochen merkst, dass es noch zu früh ist? Dann ist das keine Niederlage. Du löschst das Gratis-Profil oder lässt es ruhen und kommst zurück, wenn es passt. Auf den hier genannten Plattformen entsteht durch die Anmeldung kein Abo.
Schuldgefühle, Loyalität und das Umfeld

«Was würde er dazu sagen?» «Hätte sie das gewollt?» Fast alle Verwitweten kennen diese Fragen. Hilfreich ist oft eine Umkehr: Was würdest du dir für ihn oder für sie wünschen, wenn du zuerst gegangen wärst? Die meisten antworten darauf, dass der andere nicht allein bleiben soll. Eine neue Beziehung löscht die alte nicht aus. Sie kommt dazu. Viele Paare, die nach einem Verlust zusammenfinden, sprechen offen über die Verstorbenen, hängen Fotos nicht ab und besuchen gemeinsam das Grab. Das ist kein Zeichen von zu wenig Nähe, sondern von Reife.
Schwieriger ist manchmal das Umfeld. Erwachsene Kinder reagieren nicht selten verunsichert oder abweisend, wenn Mutter oder Vater wieder jemanden kennenlernt. Dahinter steckt meist Loyalität gegenüber dem verstorbenen Elternteil und die Sorge, dass sich etwas verändert, manchmal auch die Frage nach Haus und Erbe. Unser Rat: Sprich es früh an, aber nicht beim ersten Treffen. Erzähl, dass du dich wieder nach Gesellschaft sehnst, bevor du jemanden vorstellst. Lass deinen Kindern Zeit, so wie du dir Zeit gelassen hast. Und mach gleichzeitig klar, dass es dein Leben ist. Wer über 60 ist und eine Partnerschaft mit getrennten Wohnungen bevorzugt, nimmt vielen Ängsten der Familie ohnehin die Spitze.
Wo Witwen und Witwer online gut aufgehoben sind
Nicht jede Plattform passt zu dieser Lebensphase. Auf Swipe-Apps dominieren jüngere Singles und schnelle Entscheidungen, und ein Profil mit dem Wort «verwitwet» geht dort oft unter. Partnerbörsen mit Persönlichkeitstest arbeiten anders: Du füllst in Ruhe einen Fragebogen aus, bekommst Vorschläge, die zu deinen Werten passen, und niemand erwartet eine Antwort innerhalb von Minuten. Drei Seiten empfehlen wir Verwitweten besonders.
| Plattform | Für wen | Besonderheit | Gratis |
|---|---|---|---|
| Zusammen.ch | Verwitwete ab 50 | App für iPhone und Android, Videoanruf ohne Nummerntausch, Deutsch und Französisch | Test, Auswertung, Vorschläge |
| 60plusTreff | Verwitwete ab 60 | nur Singles ab 60, ruhige Bedienung im Browser, auch auf dem Tablet | Anmeldung, Test, Vorschläge |
| be2 | jüngere Verwitwete, alle Landesteile | Altersfilter, Deutsch, Französisch und Italienisch, grosse Community | Test, Ergebnis, Empfehlungen |
Zusammen.ch: ruhig, ab 50, mit App
Zusammen.ch richtet sich laut Startseite an Singles ab 50 und wird von der be2-Gruppe betrieben. Nach dem Persönlichkeitstest schlägt die Seite dir Menschen vor, die zu deinem Ergebnis passen, und ein Gespräch beginnt erst, wenn beide zustimmen. Das nimmt viel Druck weg. Mit Premium kannst du Nachrichten schreiben, Fotos sehen und Videoanrufe führen, ohne deine Telefonnummer herauszugeben. Laut Vergleichsportalen liegt Premium bei CHF 59.90 pro Monat im Jahresabo, kürzere Laufzeiten kosten mehr. Wer in der App bucht, verwaltet das Abo bei Apple oder Google. Mehr dazu im Zusammen.ch Test.
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60plusTreff: wenn alle in deiner Lebensphase sind
60plusTreff ist die einzige grosse Seite in der Schweiz, die ausdrücklich bei 60 ansetzt. Die Mitglieder sind zwischen Ende 50 und Anfang 70, viele davon verwitwet oder nach langer Ehe geschieden. Die Seite läuft im Browser, auch auf dem Tablet, und verzichtet auf Swipe-Hektik. Anmeldung und Vorschläge sind kostenlos, Nachrichten, Fotos und Videoanrufe gibt es mit Premium, zu denselben Tarifen wie bei Zusammen.ch. Ob 60plusTreff oder Zusammen.ch besser zu dir passt, zeigt unser Vergleich zur Partnersuche ab 60.
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be2: für Verwitwete unter 50 und für die Romandie
Verwitwung trifft nicht nur Ältere. Wer mit 40 oder 45 den Partner verliert, findet auf den Seiten ab 50 kaum passende Vorschläge. be2 ist nicht auf ein Alter festgelegt, seit 2005 in der Schweiz aktiv und auf Deutsch, Französisch und Italienisch nutzbar. Mit den Altersfiltern grenzt du die Vorschläge ein, und die Startseite nennt einen Frauenanteil von 57 %. Der Persönlichkeitstest ist derselbe wie bei den Schwesterseiten. Mehr Plattformen für diese Altersgruppe findest du bei den Singlebörsen ab 50 und in unserem Vergleich der besten Singlebörsen der Schweiz.
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Wie du es im Profil sagst
Kurz und ehrlich. «Verwitwet seit 2023» reicht, mehr muss im Profil nicht stehen. Die Geschichte dahinter erzählst du, wenn jemand fragt oder wenn ihr euch gegenübersitzt. Ein Profil, das die ganze Krankheitsgeschichte oder den Verlust in den Mittelpunkt stellt, lässt anderen wenig Raum, dich kennenzulernen. Umgekehrt solltest du die Verwitwung nicht verschweigen: Sie gehört zu dir, und wer damit nicht umgehen kann, passt ohnehin nicht.
Ein paar Formulierungen, die in der Praxis gut funktionieren:
- «Ich war 31 Jahre glücklich verheiratet und bin seit zwei Jahren verwitwet. Jetzt merke ich, dass ich das Leben wieder gern teilen möchte.»
- «Nach einer schweren Zeit geht es mir wieder gut. Ich wandere, koche für Freunde und suche jemanden, der sonntags mit mir an den See fährt.»
- «Ich bringe Lebenserfahrung mit, Platz im Herzen und keine Eile.»
Beim Foto gilt: aktuell, bei Tageslicht, allein. Fotos, auf denen der verstorbene Partner abgeschnitten wurde, erkennt man fast immer, und sie wirken auf andere wie ein Vergleich, den sie nicht gewinnen können. Nimm dir lieber einen Nachmittag und bitte eine Freundin oder einen Enkel, ein paar neue Bilder zu machen.
Erste Nachrichten und das erste Treffen
Viele Verwitwete fragen uns, ob sie über den verstorbenen Partner sprechen dürfen. Ja, natürlich. Er oder sie war ein grosser Teil deines Lebens, und ein Gegenüber, das das nicht aushält, ist nicht das richtige. Die Kunst liegt im Mass: ein, zwei Sätze, dann zurück zu dem, was euch beide jetzt beschäftigt. Wenn ihr beide verwitwet seid, kann der Austausch darüber sogar verbinden. Achte nur darauf, dass das Treffen nicht zur Trauergruppe wird.
Vergleiche sind der heikelste Punkt. «Mein Mann hätte das nie so gemacht» tut auch dann weh, wenn es nicht so gemeint ist. Versuch, den neuen Menschen als neuen Menschen zu sehen, mit eigenen Gewohnheiten und Macken. Und lass dir Zeit. Niemand erwartet nach dem dritten Kaffee eine Entscheidung. Wer dich drängt, meint es selten gut.
Fürs erste Treffen gelten dieselben Regeln wie für alle: tagsüber, an einem öffentlichen Ort, eigene Anreise, und eine vertraute Person weiss, wo du bist. Wie du den ersten Kaffee entspannt gestaltest, steht in unseren Tipps fürs erste Date.
Trauer-Angebote und Treffpunkte in der Schweiz
Online-Dating ist ein Weg, nicht der einzige. Gerade im ersten Jahr nach dem Verlust hilft es vielen, zuerst Menschen zu treffen, die dasselbe erlebt haben, ohne dass es gleich um eine Beziehung geht. In der Schweiz gibt es dafür ein dichtes Netz:
- Pro Senectute bietet in den meisten Kantonen Beratung für Hinterbliebene, Trauergruppen und Treffpunkte, dazu Wandergruppen, Tanznachmittage und Kurse, bei denen man ganz nebenbei Menschen kennenlernt. Informationen gibt es auf prosenectute.ch oder bei der Beratungsstelle in deiner Nähe.
- Kirchgemeinden, reformiert wie katholisch, führen Trauercafés und Gesprächsgruppen für Verwitwete. Ein Kirchenaustritt ist dafür kein Hindernis, die Angebote stehen meist allen offen.
- Trauercafés und Selbsthilfegruppen gibt es in vielen Städten, oft von Hospizvereinen oder regionalen Selbsthilfezentren organisiert. Dort trifft man Menschen, die zuhören, ohne zu bewerten.
- Treffs für Verwitwete, etwa Stammtische oder Wandergruppen speziell für Witwen und Witwer, entstehen häufig aus solchen Gruppen heraus. Frag bei Pro Senectute oder in der Gemeinde nach.
Sicherheit: warum Love Scam gezielt Verwitwete anspricht
Das müssen wir deutlich sagen, weil es wichtig ist: Liebesbetrüger suchen gezielt nach Profilen mit dem Wort «verwitwet». Sie wissen, dass dahinter oft ein Mensch mit Sehnsucht nach Nähe, mit Lebenserfahrung und mit Ersparnissen steht. Die Masche ist fast immer gleich: ein sehr attraktives Foto, ein Beruf im Ausland, grosse Gefühle nach wenigen Tagen, der Wunsch, rasch auf WhatsApp zu wechseln, und irgendwann eine Notlage, die sich nur mit Geld lösen lässt. Oft erzählt der Betrüger selbst, verwitwet zu sein, um Vertrauen zu schaffen.
Dagegen hilft eine einfache Regel der Schweizer Polizei: kein Geld an Menschen, die du nie persönlich getroffen hast, keine Geschenkkarten, kein Krypto, keine «Weiterleitung» über dein Konto. Bleib im Chat der Plattform, bis ihr euch gesehen habt, und schlag nach ein paar Nachrichten einen Videoanruf vor. Zusammen.ch und 60plusTreff bieten ihn direkt auf der Seite an. Wer nie kann, hat meistens einen Grund. Alle Warnzeichen, die Bilder-Rückwärtssuche und was zu tun ist, wenn schon Geld geflossen ist, erklärt unser Ratgeber Fake-Profile erkennen. Die Kampagne der Schweizerischen Kriminalprävention gegen Liebesbetrug findest du auf skppsc.ch.
Neue Partnerschaft im Alter: ein paar praktische Fragen
Zusammenziehen oder getrennt wohnen? Viele Verwitwete über 60 entscheiden sich bewusst für zwei Wohnungen, und das ist eine völlig legitime Form von Partnerschaft. Sag es ruhig schon im Profil. Wer zusammenzieht oder heiratet, sollte früh über Vorsorge, Rente und Erbe sprechen. Ein Konkubinatsvertrag oder ein Testament schafft Klarheit für euch und für die Kinder, eine Beratungsstelle oder ein Notar hilft dabei.
Und zum Schluss das Wichtigste: Du schuldest niemandem eine Erklärung dafür, dass du wieder glücklich sein möchtest. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, und dann den ersten kleinen Schritt.
Häufige Fragen zur Partnersuche für Witwen und Witwer
Wann darf man nach dem Tod des Partners wieder daten?
Dafür gibt es keine Regel und keine Frist. Das Trauerjahr ist eine Konvention. Bereit bist du, wenn du neugierig auf einen neuen Menschen bist und über den Verlust sprechen kannst, ohne dass er dich jedes Mal überrollt.
Welche Singlebörse eignet sich für Verwitwete?
Ab 50 Zusammen.ch, ab 60 60plusTreff, für jüngere Verwitwete und die Romandie be2. Alle drei starten gratis mit Persönlichkeitstest und Vorschlägen, viele Mitglieder sind selbst verwitwet oder geschieden.
Soll ich im Profil schreiben, dass ich verwitwet bin?
Ja, kurz und ehrlich, etwa «verwitwet seit 2023». Die Geschichte dahinter gehört ins Gespräch, nicht ins Profil.
Wie gehe ich mit Schuldgefühlen um?
Frag dich, was du dir für deinen Partner gewünscht hättest, wenn du zuerst gegangen wärst. Eine neue Beziehung ersetzt die alte nicht, sie kommt dazu. Gespräche in einer Trauergruppe helfen vielen über diese Hürde.
Was tun, wenn meine Kinder dagegen sind?
Früh und offen darüber sprechen, bevor du jemanden vorstellst, und den Kindern Zeit lassen. Klarheit bei Wohnen, Vorsorge und Erbe nimmt viele Sorgen. Am Ende ist es deine Entscheidung.
Warum werden gerade Witwen und Witwer Opfer von Love Scam?
Weil Betrüger gezielt nach «verwitwet» suchen und auf Sehnsucht, Vertrauen und Ersparnisse setzen. Schutz bieten der Videoanruf, der Chat auf der Plattform und die Regel, nie Geld an Unbekannte zu schicken.
Welche Dating-Seite ist die beste für mich?
Die eine beste Seite für alle gibt es nicht. Unsere Reihenfolge gilt für den Durchschnitt; für dich zählen Alter, Ziel (feste Beziehung oder lockere Treffen), Budget und ob du lieber Vorschläge bekommst oder selbst suchst. Der Bestenliste-Finder auf dieser Seite sortiert die Plattformen nach deinen Antworten.